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Sarahs Top 10 Young Adult Fantasy-Reihen Teil 1

Anfang des Jahres ist bei uns ein großes neues Bücherregal eingezogen. Anlass war unser Umzug in eine größere Wohnung und da ich mir schon lange eine riesige Bücherwand gewünscht habe, musste ein neues Regal her, das jetzt fast eine ganze Esszimmerwand einnimmt und Platz für insgesamt 30 Meter (!) Bücher bietet. Noch ist es nicht komplett gefüllt, aber ich fürchte, lange wird es nicht mehr dauern.

Als ich die vielen Bücher nach dem Umzug einsortiert habe, ist mir aufgefallen, dass ich super viele Buchreihen aus dem Bereich Young Adult Fantasy habe. Natürlich war das alleine keine Überraschung für mich, aber ich dachte: “Eigentlich schade, dass wir den Blog damals noch nicht hatten!” Ich tue mich nämlich eher schwer damit, Bücher zu rezensieren, deren Inhalte und Eindrücke nicht mehr ganz frisch in meinem Kopf sind. Aber gar nicht über so viele tolle Lieblingsbücher von mir zu sprechen, ist eigentlich auch keine Option. Also dachte ich, es muss mal ein Artikel über meine Top 10 Young Adult Fantasy-Buchreihen her! Weil das aber doch ganz schön viele sind, werde ich den Artikel für euch splitten und ihr dürft euch auf 2 Teile freuen!

Wichtig: diese Top 10 ist in sich nicht gerankt! Ich konnte mich da einfach nicht entscheiden.


Stephenie Meyer – Bis(s)-Reihe 

Ich lese schon seit ich denken kann, aber ich weiß noch ganz gut, wann meine Liebe zu Fantasy begann: Mit der “Bis(s)”- Reihe von Stephenie Meyer. Ja, ich weiß, einige von euch werden das kitschig finden und es gibt viele kritische Stimmen dazu. Und ja, Bella ist manchmal eine echte Schlaftablette und die Filme sind auch nicht so der Kracher. Aber die Bücher liebe ich trotzdem! Als ich das erste Buch der Reihe “Biss zum Morgengrauen” von meiner Mutter als Leseexemplar aus der Bücherinsel bekam, wusste ich noch nicht, was mich erwartet. Das war noch ganz am Anfang des Hypes. Aber als ich angefangen habe zu lesen, war ich sofort in einer anderen Welt. Und genau das ist es, was mich an den Büchern so fasziniert: Stephenie Meyers Schreibstil. Sie hat es geschafft, dass ich absolut mit Bella mitgefühlt habe, ob es nun das Frisch-Verliebt-Gefühl war oder der Liebeskummer, die Nervosität oder der Mut, ich konnte es immer selbst spüren. Und das macht für mich ein gutes Buch aus – nicht, ob ich mich immer genauso verhalten hätte oder die Entscheidungen komplett nachvollziehen kann, sondern dass ich fühle, was die Protagonisten fühlen. Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass ich Vampire schon immer toll fand, begonnen im zarten Alter von 8 Jahren, als ich ein bisschen in Rüdiger, den kleinen Vampir, verliebt war, über “Interview mit einem Vampir” mit Brad Pitt, bis eben jetzt zu Bella und Edward.

Und für alle, die die Reihe tatsächlich nicht gelesen haben, hier ein kleiner Abriss: Die 17jährige Bella verliebt sich in den “guten” Vampir Edward, sie gehen durch Höhen und Tiefen, es gibt noch den Werwolf Jake, der auch in Bella verliebt ist und natürlich eine Menge Herzschmerz, Drama, aber auch Kämpfe und Intrigen mit den anderen Vampiren und Werwölfen. Das Ganze zeigt in insgesamt 4 Bänden Höhen und Tiefen in Bellas und Edwards Liebesleben.

Ich habe außer dem ersten Buch alle anderen sowohl auf Englisch, als auch auf Deutsch gelesen, weil ich es einfach nicht abwarten konnte. Und deshalb ist meine “Bis(s)”-Sammlung doch gar nicht mal so klein 😉

  • Stephenie Meyer: Bis(s) zum Morgengrauen (2006)
  • Stephenie Meyer: Bis(s) zur Mittagsstunde (2007)
  • Stephenie Meyer: Bis(s) zum Abendrot (2008)
  • Stephenie Meyer: Bis(s) zum Ende der Nacht (2009)

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Josephine Angelini – Göttlich-Reihe 

Eine der nächsten Reihen, die mich begeistern konnte, ist die Göttlich-Reihe von Josephine Angelini. Im Gegensatz zu den ganzen Vampir-Geschichten, die nach “Biss” den Buchmarkt überschwemmten, kommen hier die griechischen Götter zu Wort. Die sechzehnjährige Helen hat eigentlich ein echt langweiliges Leben, bis die Familie Delos in ihr Heimatörtchen zieht und sie das erste Mal auf Lucas trifft. Sie spürt auf einmal das dringende Verlangen, auf ihn loszugehen und versteht die Welt nicht mehr. Erst als sie erfährt, dass sie alle von griechischen Göttern abstammen und ein uralter Hass zwischen ihnen brodelt, kann sie sich damit auseinander setzen. Und natürlich bleibt es nicht bei ihrem Hass, sondern sie verliebt sich in Lucas und alles wird noch komplizierter. Helen taucht ein in die Welt der griechischen Götter und kämpft an der Seite der Delos-Familie für ein friedliches Miteinander, so dass kaum Zeit für ihre Beziehung zu Lucas bleibt.

Obwohl die Reihe zu meinen Favoriten zählt, muss ich im Nachhinein sagen, dass sie auch ihre Schwächen hat (ähnlich wie bei Stephenie Meyer): Helen akzeptiert die ganzen Neuigkeiten klaglos und unüberrascht und stürzt sich in das Abenteuer, lernt kämpfen und ist in der Welt der Götter unterwegs, als ob sie ihr Leben lang nichts anderes getan hätte. Man kann vielleicht damit argumentieren, dass das alles in ihr drin schon immer vorhanden war, aber so scheint es an manchen Stellen ein wenig unrealistisch (soweit die Kritik an einem Fantasy-Roman das Unrealistische sein kann).

  • Josephine Angelini: Göttlich verdammt (2011)
  • Josephine Angelini: Göttlich verloren (2012)
  • Josephine Angelini: Göttlich verliebt (2013)

 

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Lena Klassen – Magyria 

Die junge Hanna geht für ein Jahr als Aupair nach Budapest. Dort lernt sie Mattim kennen, der kein normaler junger Mann ist. Er nimmt sie mit in eine Parallelwelt – Magyria – wo er und sein Bruder Kunun herkommen. Magyria wird von so genannten Schatten bedroht, und auch Mattim und Kunun sind Schatten. Während aber Kunun zum Fürst der Finsternis wird, kämpft Mattim dagegen an – und Hanna hilft ihm dabei. Aus wechselnden Perspektiven erlebt man sowohl die Liebe zwischen Hanna und Mattim, als auch die Auseinandersetzungen mit Kunun und die Gefahren, die in Magyria lauern.

Eine spannende Idee und mit Budapest als Kulisse mal etwas ganz Anderes. Gruseligerweise habe ich Teil 2 gelesen, als ich gerade für ein paar Tage in Budapest war, und habe mich an manchen Stellen abends in der Stadt echt zweimal umgedreht um mich zu vergewissern, dass mir kein Schatten folgt.

Hanna ist eine starke junge Frau, die weiß was sie will und den manchmal etwas zögerlichen Mattim durch ihre Liebe im Kampf gegen das Böse unterstützt – also ein ganz anderes Frauenbild, als bei “Biss”. Und genau das fand ich super!

  • Lena Klassen: Magyria – Das Herz der Schatten (2009)
  • Lena Klassen: Magyria – Die Seele der Schatten (2011)
  • Lena Klassen: Magyria – Der Traum des Schattens (2013)

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Cassandra Clare – Die Chroniken der Unterwelt 

Die Chroniken der Unterwelt ist eindeutig die längste Fantasy-Reihe, die ich besitze, und manchmal fand ich es folglich etwas schwer, nach einer längeren Pause wieder rein zu kommen. Deshalb habe ich vor Kurzem nochmal alle Bücher als Hörbuch gehört (übrigens ganz toll gesprochen von Andrea Sawatzki!) und kann euch deshalb recht gut darüber berichten.

In insgesamt sechs Bänden nimmt Cassandra Clare den Leser mit in eine fremde Welt, die doch mitten in unserer existiert. Die junge Clary konnte schon immer “mehr” sehen als andere. Als sie in einem Club miterlebt, wie ein junger Mann einen anderen tötet, schreit sie entsetzt auf, merkt aber schnell, dass sie die Einzige ist, die das sehen konnte. Der junge Mann, Jace, wird dadurch hingegen auf sie aufmerksam. Nach und nach stellt sich heraus, dass Clary, genau wie Jace und einige andere, zu den Schattenjägern gehören, die unsere Welt vor Dämonen beschützen sollen. Während Clary noch versucht, sich damit abzufinden, muss sie sich Sorgen um ihre Mutter machen, die nämlich plötzlich verschwunden ist und, dem Zustand der Wohnung nach zu urteilen, entführt wurde. Auch sie war eine Schattenjägerin, wovon Clary natürlich vorher nichts wusste. Es entspinnt sich eine spannende und auch romantische Geschichte, die in der Welt der Schattenjäger, Werwölfe, Vampire, Hexen und Feen spielt.

Vorsicht: Spoiler!

Clary und Jace, die kurzzeitig vermuten müssen, dass sie Geschwister sind, kämpfen gegen Clarys fiesen Bruder Jonathan und den gemeinsamen Vater Valentin. Clary muss sich immer wieder entscheiden, auf wessen Seite sie steht. Sie und Jace sind ein tolles Paar und überstehen alle Schwierigkeiten.

Ich fand toll, dass hier neben dem Fantasy-Aspekt und der romantischen Liebesgeschichte auch aktuelle Themen unserer Zeit aufgegriffen werden. So geht es um das Thema Diskriminierung von Andersartigen (Werwölfe, Vampire, etc.) durch die Schattenjäger und den unermüdlichen Einsatz von Clary und Jace für ein friedliches Miteinander. Oder um Jaces Ziehbruder Alec, der erst nach einiger Zeit dazu stehen kann, dass er schwul ist und sich in den Hexenmeister Magnus verliebt hat. Und genau diese Vielfältigkeit und die unterschiedlichen gut herausgearbeiteten Charaktere mag ich so gerne an dieser Reihe. Auch wenn man nach einer Lese-Pause mal ein bisschen den Überblick verlieren kann.

Als ich jetzt die Hörbücher gehört habe, ist mir aufgefallen, wie viel in diesen Büchern gekämpft wird. Das ist eigentlich gar nicht so mein Stil, aber hier war es irgendwie stimmig. Aber wer eine schnulzige Liebesgeschichte erwartet, ist hier vermutlich nicht ganz richtig.

Ach ja, es gibt diverse Zusatzreihen von Cassandra Clare, die in der gleichen Welt spielen, wie beispielsweise “Die dunklen Mächte” (bisher habe ich zwei Bände gelesen, “Lady Midnight” und “Lord of Shadows”), die ein paar Jahre nach dem letzten Teil der Chroniken der Unterwelt spielen, oder “Die Chroniken des Magnus Bane”, der auch eine wichtige Rolle in dieser Reihe spielt, oder die “Clockwork-Angel”-Reihe, die ich selbst noch nicht gelesen habe.

  • Cassandra Clare: City of Bones (2008)
  • Cassandra Clare: City of Ashes (2008)
  • Cassandra Clare: City of Glass (2009)
  • Cassandra Clare: City of Fallen Angels (2011)
  • Cassandra Clare: City of Lost Souls (2013)
  • Cassandra Clare: City of Heavenly Fire (2015)

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Kiera Cass – Selection-Reihe 

Selection spielt in einem dystopischen Land namens Illea. Obwohl es durchaus Ähnlichkeiten mit unserer heutigen Welt gibt, ist beispielsweise die Technik nicht so modern. Es gibt eine Art Kastensystem, verschiedene Länder, deren Namen unseren Ländernamen gleichen. Ausgangspunkt der ersten drei Bände ist das Mädchen America, das aus einer der unteren Kasten stammt und zu einem Casting eingeladen wird, bei dem es darum geht, eine Frau für den Prinzen – und künftigen König – Maxon zu finden. Junge Frauen aus den verschiedensten Kasten wurden hierfür eingeladen und treten Woche für Woche gegeneinander an – und scheiden aus, wie bei einem Casting, wie man es von Germany’s Next Topmodel oder Deutschland sucht den Superstar kennt. Über drei Bände hinweg zieht sich die Entscheidung, die Maxon treffen muss. Die Krux an der Sache ist, dass America eigentlich Zuhause schon jemanden hat, in den sie verliebt ist: Aspen. Doch die Teilnahme an dem Casting bringt ihr bzw. ihrer Familie viel Geld und Vorteile. Und so trifft sie recht bald mit Maxon die geheime Vereinbarung, dass sie immer ehrlich zu ihm ist, besonders über die anderen Kandidatinnen, und er sie dafür lange im Casting lässt und ihr somit mehr Geld bringt. Klingt irgendwie nach bezahlter Spionin, aber tatsächlich tut America das alles nur zum Wohl ihrer Familie, die wirklich sehr arm ist.

Natürlich bleibt es nicht einfach bei dieser Vereinbarung und nach und nach entwickelt America Gefühle für Maxon. Dann taucht auch noch Aspen als Soldat im Palast auf und das Chaos ist perfekt.

Vorsicht: Spoiler!

In Band 4 und 5 geht es schließlich um die Tochter von America und Maxon, die jetzt selbst so weit ist, dass sie ein Casting veranstalten soll, um ihren künftigen Ehemann auszuwählen. Und auch hier kommt es wieder zu zahlreichen Verwicklungen.

Zusätzlich kann man noch zwei kleine Bändchen, die “Selection-Storys” kaufen, in denen von anderen Kandidatinnen des Castings geschrieben wird.

Ich mag Kiera Cass’ Schreibstil total, sie reißt einen wirklich mit. Und die Idee eines Castings in einer dystopischen Welt ist super spannend, gerade weil man ja im deutschen Fernsehen seit Jahren mit diversen Casting-Shows überhäuft wird. Das Ganze aus Sicht einer der Teilnehmerinnen zu lesen, fand ich unheimlich interessant. Und America war mir sehr sympathisch, was das Lesen noch um einiges schöner macht.

  • Kiera Cass: Selection (2013)
  • Kiera Cass: Selection – die Elite (2015)
  • Kiera Cass: Selection – der Erwählte (2015)
  • Kiera Cass: Selection – die Kronprinzessin (2015)
  • Kiera Cass: Selection – die Krone (2016)

 

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Teil 2 meiner Top 10 dürft ihr nächste Woche lesen!

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