15 49.0138 8.38624 1 0 4000 1 https://www.lesenistluxus.de 300 true
Rezension Und wenn es kein Morgen gibt

Rezension Und wenn es kein Morgen gibt von Jennifer L. Armentrout

Infos zu Und wenn es kein Morgen gibt

Titel: Und wenn es kein Morgen gibt

Autorin:  Jennifer L. Armentrout

Verlag:  cbj Jugendbücher

ISBN: 9783570311660

Seitenanzahl: 416

Erscheinungsdatum:  14. Mai 2018

Preis: 13,00 €


Kurzbeschreibung Und wenn es kein Morgen gibt

Lena kennt Sebastian schon seit Kindertagen und ist ungefähr genauso lange in ihn verliebt. Er weiß von nichts und ist trotzdem ihr bester Freund. Doch genau in dem Moment, als sie ihm durch einen unüberlegten Kuss endlich ihre Gefühle offenbart, schlägt das Schicksal zu. Ein schlimmer Unfall und nichts ist mehr wie zuvor, vor allem Lena nicht. Kann sie mit den Schuldgefühlen weiterleben? Gibt es eine Zukunft für die Beiden oder zerstört dieser eine Moment alles?


Darum geht es in Und wenn es kein Morgen gibt

Gestern

Lena und Sebastian, in ihrem letzten High School Jahr, Nachbarn und allerbeste Freunde, seit sie kleine Kinder waren. Fast jeden Abend kommt Sebastian durch die Balkontür in Lenas Zimmer, teilt seine Ängste und Sorgen, aber auch alle seine schönen Momente mit ihr. Liegt in ihrem Bett, nimmt sie in den Arm. Und trotzdem ist es keine Liebesbeziehung sondern eben nur eine Freundschaft. Und das obwohl Lena seit Ewigkeiten in ihn verliebt ist und beide gerade Single sind. Lena ist schließlich so weit, dass sie immerhin ihren drei besten Freundinnen ihre Gefühle für Sebastian gesteht, die sie bekräftigen, der Sache eine Chance zu geben. Und so fasst sie in einer passenden Situation ihren Mut zusammen und küsst ihn. Danach: Funkstille. Sie ist verwirrt, ärgert sich darüber, dass sie ihn überhaupt geküsst hat und hat Angst, damit alles kaputt gemacht zu haben. Und Sebastian tut so als wäre nichts passiert.

Mitten in diese merkwürdige Stimmung hinein finden sich die beiden auf einer Party wieder und als Sebastian endlich mit Lena über alles reden will, geht alles schief. Missverständnisse über Missverständnisse und dann ein großer Cut.

Heute

Lena findet sich im Krankenhaus wieder und muss erkennen, dass sie damit noch Glück hat, denn der schlimme Autounfall den sie hatte, hat ihre Freunde das Leben gekostet. Sie hat als Einzige überlebt und quält sich mit der Schuld. Sebastian ist natürlich an ihrer Seite, doch sie stößt ihn und ihre anderen Freunde immer wieder von sich, will niemanden sehen.

Morgen

Kann es nach so einem Vorfall einfach weiter gehen mit dem Leben? Und wenn ja wie?


Rezension Und wenn es kein Morgen gibt

Und wenn es kein Morgen gibt ist in drei Zeitabschnitte geteilt, die jeder von einer ganz anderen Stimmung geprägt sind. Während man im Teil Gestern noch eine lockere Stimmung erfährt, eine (unerwiderte?) Jugendliebe, Parties, Alkohol, Freundinnen, Selfie-Quatsch, etc. ist der Teil Heute geprägt vom Erkennen und Verstehen des schlimmen Unfalls und der Teil Morgen von Lenas Versuch, wieder Fuß zu fassen in der “normalen Welt”.

Lena ist mir auf Anhieb sympathisch und ich fühle mich (trotz meiner 34 Jahre) locker in die Zeit zurück versetzt, als man noch kaum Verpflichtungen hatte außer ein bisschen Schule, als man für Jungs schwärmte und mit seinen Freundinnen albern und ausgelassen nächtelang Quatsch machen konnte. Trotzdem ist Lena dabei verantwortungsvoll und man bekommt einen guten Einblick in das Leben, das sie mit ihrer Mutter führt, mit der sie nach deren Trennung vom Vater und dem Auszug der großen Schwester alleine lebt.

Und dann ist da Sebastian, der natürlich umwerfend gut aussieht und (typisch für Jennifer L. Armentrout) genau das richtige Maß an Muskeln aufweist, eine kleine Narbe hat, die ihn interessant macht und natürlich auch sonst der perfekte Mann (bzw. fast noch ein Junge) ist. Das zieht sich durch alle Bücher von ihr, die ich bisher gelesen habe und lässt – trotz der Klischeehaftigkeit – sicherlich viele Mädchen- und Frauenherzen höher schlagen. Im Gegensatz zu manch anderer Geschichte ist Sebastian einfach nur nett. Kein Anflug von machohaftem Bad Boy-Image, sondern einfach ein toller Kerl. Am Anfang dachte ich, das ist ein bisschen langweilig, aber im Laufe der Geschichte ist es genau das was Lena braucht.

Dann kommt dieser schlimme Unfall und ich kann nur versuchen, nachzuvollziehen, wie sich Lena fühlen muss. Alle ihre Freunde, die mit ihr in diesem Auto saßen, sind umgekommen, nur sie hat schwer verletzt überlebt. Sie ist am Boden zerstört und möchte niemanden sehen, weder Sebastian noch ihre anderen Freundinnen. Dass sie dabei alle von sich stößt, interessiert sie in dem Moment nicht, weil sie sich sowieso nicht vorstellen kann, wie dieses Leben jemals normal weiter gehen soll. Ich finde diesen Teil toll geschrieben, auch wenn ich mich sicherlich anders verhalten hätte als sie. Gerade in solchen Situationen braucht man doch seine Familie und Freunde um sich, die ja schließlich auch alle trauern und sich sorgen… aber gut, jeder ist da anders.

Ohne zu viel verraten zu wollen, geht es dann natürlich im dritten Teil des Buchs nicht nur darum, wie Lena an sich arbeitet um das alles zu verkraften, sondern auch um ihre Gefühle für Sebastian.


Meine Meinung zu Und wenn es kein Morgen gibt

Mich hat das Buch total gepackt, ich konnte es kaum aus der Hand legen. Was wie ein normaler Liebesroman angefangen hat, entwickelt sich schnell zu einem echten Drama, das viele Emotionen in mir geweckt hat. Wie gerne hätte ich Lena geholfen und sie einfach mal in den Arm genommen… und auch in diesem Werk hat Jennifer L. Armentrout es geschafft, ihre Leser in eine andere Welt mitzunehmen und komplett abtauchen zu lassen. Auch wenn es keine Aliens, Engel oder so etwas gibt (wie in vielen ihrer anderen Bücher), war er für mich trotzdem ein bisschen eine fremde Welt, weil in den USA doch Vieles sehr anders ist als bei uns, gerade was Schulen und Zukunftsträume angeht (Stichwort Sportstipendien und wie sehr sie deine Zukunft beeinflussen können). Und natürlich auch einfach weil Lena, als junges Mädchen, ja eigentlich gar nicht das Leben lebt, das ich als verheiratete, berufstätige Mutter mit Mitte 30 führe. Aber gerade deshalb lese ich auch wirklich gerne mal einen Jugendroman, der mich dorthin zurück bringt.

Ich kann Und wenn es kein Morgen gibt auf jeden Fall empfehlen und gerade für die eigentliche Gruppe der Teenager ist es sicherlich ein sehr eindrückliches Leseerlebnis, das auch zum Nachdenken anregt.

Share:
Category:Young Adult

0 Comment

    LEAVE A REPLY