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Rezension Suche mich nicht von Harlan Coben

Titel: Suche mich nicht

Autor: Harlan Coben

Verlag: Goldmann

ISBN: 9783442205455

Seiten:  480

Erscheinungsdatum: 18. Juni 2019

Preis: 15,00 €


Kurzbeschreibung Suche mich nicht von Harlan Coben

Simon ist verzweifelt. Seine Tochter Paige ist drogensüchtig und will keinen Kontakt mehr zu ihm. Als er sie endlich in einem Park findet, völlig verändert, läuft sie vor ihm weg und Simon hat keine Chance, ihr zu folgen. Als Wochen später die Polizei bei Simon auftaucht und berichtet, dass Paiges Dealer und Freund ermordet aufgefunden wurde und seine Tochter verschwunden ist, bekommt er Panik und beginnt, sie zu suchen. Dabei geraten er und seine Frau selbst in große Gefahr. Können sie Paige retten?


Rezension Suche mich nicht von Harlan Coben

Ich LIEBE Harlan Coben! Einer meiner absoluten Lieblingsautoren, von dem ich wirklich jedes Buch gelesen habe, selbst die alten Myron Bolitar-Bücher, die zwischendurch nur noch antiquarisch lieferbar waren. Ich finde, Coben ist der Meister der Spannung und niemand kann wie er einen ganz “normalen” Menschen wie euch oder mich so in einen spannenden Thriller verwickeln. Dementsprechend groß waren natürlich meine Erwartungen, denn zugegeben, sein letzter Thriller hat mich nicht ganz vom Hocker gehauen, wie ihr hier lesen könnt.

Worum geht es?

Simon lebt mit seiner Familie in New York. Eigentlich eine Bilderbuchfamilie, gut situiert, die Kinder auf guten Schulen, erfolgreich, glücklich. Doch dann gerät Tochter Paige auf die schiefe Bahn, gelangt an Drogen und haut ab von zuhause. Die Eltern sind verzweifelt, versuchen immer wieder, sie zurück zu holen, sie zu einem Entzug zu überreden, doch keine Chance. Simon und seine Frau Ingrid kommen überein, das Thema erstmal ruhen zu lassen, damit nicht auch noch der Rest der Familie daran zerbricht. Doch Simon sucht heimlich weiter und bekommt den Hinweis, dass Paige in einem Park Musik macht. Als er sie dort endlich findet, flieht sie vor ihm, rennt weg, er hinterher. Die Verfolgungsjagd wird erst gestoppt, als Paiges Freund und gleichzeitig ihr Dealer, Simon aufhält. Es kommt zur Schlägerei, die dummerweise auch noch online landet. Das Chaos ist perfekt, der Ärger vorprogrammiert.

Als dann einige Zeit später die Polizei vor Simons Tür steht, denkt er zunächst, es würde wieder um diese Sache gehen und blockt ab. Doch schnell stellt sich heraus, dass es um etwas ganz anderes geht: Paiges Freund wurde in seiner Wohnung gefunden, grausam ermordet. Paige selbst ist nicht auffindbar. Die Polizei weiß nicht genau, ob sie Simon und Ingrid oder Paige als verdächtiger einstufen soll. Doch für die beiden ist das nebensächlich, denn sie machen sich vor allem Sorgen um Paige, haben Angst, dass ihr etwas zugestoßen ist. Und so machen sie sich heimlich, ohne Wissen der Polizei, auf die Suche nach Paige, die sich als mehr als nur kompliziert erweist. Schon bald geraten sie selbst in Gefahr, denn hinter der ganzen Sache steckt mehr als erwartet.

Obwohl Simon die Hauptfigur in diesem Thriller ist und die meisten Kapitel aus seiner Sicht geschrieben sind, gibt es auch Nebenstränge, wie den einer Privatdetektivin, die eigentlich an einem ganz anderen Fall dran ist, der bald Verbindungen zu Paige aufweist, oder den eines ominösen Killers.

Meine Meinung

Das Setting dieses Buchs ist typisch für Harlan Coben. Mehr oder weniger unbescholtene Bürger, die ein stinknormales Leben führen, geraten plötzlich in einen Thriller. So auch bei Simon und Ingrid, die eigentlich nur eine glückliche Familie sein wollen. Auch typisch ist, dass der Protagonist dann anfängt, selbst zu ermitteln. Mal ehrlich, ICH würde sowas nie tun. Aber über mich würde man auch keinen Thriller schreiben :-). Simon ist oft unvernünftig bei seinen Ermittlungen, verdrängt vor Sorge um seine Tochter jegliche Bedenken, die man in gewissen Situationen eigentlich hat, und stürzt sich mit seiner ganzen Energie in die Suche nach seiner Tochter. Man spürt ihm seine Verzweiflung an, seine Angst um sein “kleines Mädchen”, seine Wut auf den Drogendealer, seine Panik. Das ist wirklich toll beschrieben und ich habe auf jeder Seite mit ihm mitgefiebert.

Die Story selbst ist neu und auch wieder nicht. Wie schon erwähnt, ist der grundsätzliche Aufbau der Coben-Bücher oft sehr ähnlich, nur die Umstände und Themen ändern sich. Da das genau das ist, was ich an seinen Büchern mag, hat es mich nicht gestört. Mit dem Drogen-Thema habe ich mich trotzdem etwas schwer getan, weil mir das schon zu abseits von meinem Leben war. Die Entwicklungen, die sich dann im Laufe der Geschichte ergeben, sind unerwartet, teilweise ein wenig weit hergeholt, aber am Ende stimmig. Die Verflechtung von Paiges Schicksal mit den anderen Verbrechen, die beschrieben werden, ist gut konstruiert und am Ende ergibt doch alles irgendwie Sinn.

Wie in vielen Coben-Büchern findet man auch hier wieder Hinweise auf seine anderen Bücher. Einer der ermittelnden Polizisten ist beispielsweise Nap Dumas, der schon in „In Deinem Namen“ die Hauptrolle spielt. Diese kleinen Querverweise finde ich immer ganz toll!

Alles in allem ein guter und spannender Thriller, wenn auch nicht sein stärkster.


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Category:Krimi, Thriller

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