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Rezension Shark Club - Eine Liebe so ewig wie das Meer von Ann Kidd Taylor

Rezension Shark Club – Eine Liebe so ewig wie das Meer von Ann Kidd Taylor

Infos zu Shark Club – Eine Liebe so ewig wie das Meer

Titel: Shark Club – Eine Liebe so ewig wie das Meer

Autorin:  Ann Kidd Taylor

Verlag: Penguin

ISBN: 9783328102373

Seitenanzahl: 416

Erscheinungsdatum: 10.04.2018

Preis: 13,00 €


Kurzbeschreibung Shark Club – Eine Liebe so ewig wie das Meer

Maeve ist eine erfolgreiche Meeresbiologin, die im Alter von 12 Jahren ihre Liebe zu Haien entdeckt hat, nachdem sie von einem gebissen wurde. Kurz vor ihrem 30. Geburtstag kehrt sie zurück ins Hotel ihrer Großmutter, bei der sie nach dem Tod ihrer Eltern aufgewachsen ist, und begegnet dort ihrem ehemaligen Verlobten Daniel. Hier wird sie mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und muss sich klar werden, was sie für ihre Zukunft will.


Rezension Shark Club – Eine Liebe so ewig wie das Meer

Shark Club hat mich auf den ersten Blick angesprochen, sowohl der Titel, der mich neugierig gemacht hat, um was es geht, als auch das ansprechende Cover. Gleich die ersten Szenen haben mich dann sehr fasziniert: Maeve taucht mit Haien und beschreibt diese auf so faszinierende Art und Weise, dass man ihre Liebe zu den Haien spüren kann. Wenn man an Haie denkt, sehen die meisten Menschen vermutlich eher gefährliche, beißende Raubtiere vor sich, wie sie in den Medien oft dargestellt werden. In diesem Buch wird eindrücklich aufgezeigt, dass auch Haie Tiere sind, die es verdient haben, zu leben.

“Als das Tier näher kam, erblickte ich die Narbe auf der zweiten Rückenflosse und die zerschrammte Schnauze. Sylvia. […] Während ich Sylvia in respektvollem Abstand neben ihren Brustflossen folgte, konnte ich schiere Kraft im Wasser spüren. Das Geräusch, das von ihren Bewegungen ausging, war wie ein entferntes Donnergrollen, und doch fühlte ich das Beben an meinem gesamten Körper. Ich schwamm instinktiv, ohne nachzudenken, schwebte an einem halb geträumten Ort, doch dann kam mir ein Zitat in den Sinn, das in Zimmer 202 des Hotels meiner Großmutter an die Wand gemalt war, dem John-Keats-Zimmer:

“Die Liebe ist meine Religion – ich könnte dafür sterben.”

Das Meer, seine Lebewesen, seine Haie – sie waren meine Religion. Für sie könnte ich sterben.”

(Shark Club – Eine Liebe so ewig wie das Meer, Ann Kidd Taylor, S. 16-17)

Aber natürlich ist das hier keine Hai-Doku, sondern ein Roman. Maeve, die Hauptdarstellerin, ist eine junge Frau, die in ihrem Leben schon einige Schicksalsschläge ertragen musste. Schon früh sind ihre Eltern bei einem Flugzeugabsturz gestorben und sie blieb mit ihrem Zwillingsbruder Robin zurück und zog in das Hotel ihrer Großmutter. Im Alter von 12 Jahren wurde sie von einem Hai gebissen. Statt fortan Angst vor Haien und dem Meer zu haben, war sie von diesen fasziniert und machte diese Faszination zu ihrem Beruf. Und schließlich wurde sie kurz vor ihrer Hochzeit mit Daniel von diesem betrogen. Ein Betrug, aus dem ein Kind entstanden ist.

Seit diesem Vorfall reist Maeve von einer Forschungsstation zur nächsten und flieht vor ihren Gefühlen und der Verletzung. Aber jetzt ist sie zurück und muss sich nicht nur Daniel und seiner Tochter stellen, sondern auch ihrem Bruder Robin, der das gemeinsam Erlebte in einen Roman verarbeitet hat und ihr damit Wahrheiten an den Kopf wirft, die sie gar nicht hören will. Maeve ist hin und her gerissen, ob sie einfach wieder abreisen oder sich dem Ganzen stellen soll. Und dann kommt Daniels Tochter, die gerade selbst ihre Mutter verloren hat, und erobert ihr Herz im Flug. Was bedeutet das wohl für Maeve und Daniel? Und was ist mit den frisch erwachten Gefühlen für ihren Tauchpartner Nicholas?

Die Geschichte von Maeve, sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit, von der immer wieder erzählt wird, ist packend und an vielen Stellen überraschend. Keine klassische Liebesgeschichte, sondern mit einigen unerwarteten Wendungen. Maeve ist eine Frau, mit der ich gut mitfühlen kann (was vielleicht am ähnlichen Alter liegt) und die mir mit jeder Seite sympathischer wurde.

Mittendrin in dieser mitreißenden Geschichte gibt es dann plötzlich auch noch einen richtigen Krimi. Eine Bande von Haiflossenjägern treibt ihr Unwesen in der Gegend und Maeve schreibt es sich auf die Fahne, diese persönlich zu fangen. Sie ist schwer getroffen von der Erfahrung, die verstümmelten Haie zu sehen und setzt alle Hebel in Bewegung, um der Sache auf den Grund zu gehen. Dieser Teil der Geschichte ist zugegebenermaßen nichts für Zartbesaitete, die eine reine Liebesgeschichte erwarten, mir selbst war bei ein paar Szenen richtig schlecht. Trotzdem finde ich es gut, dass die Autorin das Thema damit in den Fokus rückt, weil mir das eigentlich auch nicht so bewusst war, wie viele Haie für den Handel mit Flossen verstümmelt und getötet werden.

Was ich neben der reinen Story toll fand, war die Stimmung des Buchs. Es spielt in Florida, direkt am Meer. Maeves Großmutter hat ein Hotel, in dem die einzelnen Zimmer Autoren zugeordnet sind. Das Thema Lesen prägt das ganze Hotel und alle Veranstaltungen dort. Klingt herrlich, oder? Gerade jetzt zum Sommer ist die Florida-Sommer-Atmosphäre, die das Buch vermittelt, ein Traum. Ich habe mich gefühlt als wäre ich dort, obwohl ich noch nie in Florida war. Das allgegenwärtige Meer und der Strand, die bunten Farben und die Wärme sind auf jeder Seite spürbar und machen das Buch zu einem perfekten Sommer-Roman, den ich jedem (bzw. vermutlich eher JEDER) nur ans Herz legen kann.

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Category:Allgemein, Roman

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