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Rezension GötterFunke – Verlasse mich nicht! von Marah Woolf

Titel:  GötterFunke – Verlasse mich nicht!

Autorin:  Marah Woolf

Verlag:  Dressler

ISBN: 9783791500423

Seitenzahl: 464

Erscheinungsdatum:  19.März 2018

Preis: 19,00€


Kurzbeschreibung  GötterFunke – Verlasse mich nicht! von Marah Woolf

Griechische Götter in unserer Welt? Gibt es sowas wirklich? In Marah Woolfs GötterFunken-Welt auf jeden Fall!

Im dritten Teil “Verlasse mich nicht!” bekommt Prometheus – oder Cayden, wie er sich in der Menschenwelt nennt – endlich, was er sich über Jahrtausende so sehnlichst gewünscht hat: seine Sterblichkeit. Er ist wieder ein ganz normaler Mensch. Aber was bedeutet schon ganz normal, wenn man sich mitten in einem Krieg der Götter um die Macht befindet.

Jess, die Cayden nicht verzeihen kann, dass er sie für seine Unsterblichkeit so ausgenutzt hat, scheint der Schlüssel in diesem Kampf zu sein, der eigentlich gar nicht ihrer ist. Die Götter kommen ohne sie nicht weiter, dazu ein verwirrendes Liebes-Chaos mit Cayden, ganz wie schon in den ersten beiden Bänden der GötterFunken-Reihe von Marah Woolf.


Rezension GötterFunke – Verlasse mich nicht! von Marah Woolf

Ich gebe es zu, trotz meiner beinahe 35 Jahre liebe ich diese Art von Young Adult Fantasy. Ich habe alle Vampir-, Götter, Feen-, Was-auch-immer-für-Fabelwesen-Bücher verschlungen. Nachdem ich vor einigen Jahren schon die Göttlich-Reihe von Josephine Angelini geliebt habe, bekam ich damit einen guten Einstieg in die Welt der griechischen Götter. Als dann auch die deutsche Autorin Marah Woolf (der Name ist ein Pseudonym) mit ihrem ersten Teil der Reihe GötterFunke – “Liebe mich nicht” auf den Markt kam, musste ich ihn natürlich sofort haben.

Um euch etwas über den dritten Teil der Reihe erzählen zu können, muss ich jedoch ein wenig ausholen, da zwischen den Bänden viele Bezüge bestehen und es nicht viel bringt, nur über den dritten Teil zu sprechen. Vorsicht, Spoiler-Alarm für die ersten beiden Teile!

GötterFunke – Liebe mich nicht

Im ersten Teil der Reihe ist Jess in einem Ferienlager. Dort lernt sie Cayden kennen und das Drama nimmt seinen Lauf. Cayden, der eigentlich Prometheus aus der griechischen Mythologie ist (ihr wisst schon, derjenige, der angeblich die Menschen erschaffen und ihnen das Feuer gebracht hat) versucht in diesem Ferienlager – mal wieder –  das Herz einer Frau zu gewinnen, die ihm dann aber widerstehen muss. Damit soll er seine Sterblichkeit zurück erlangen. Ein Ziel, für das er alles tut. Jess wiederum verliebt sich sofort in Cayden. Noch bevor sie Gelegenheit hat, ihm zu widerstehen oder eben nicht, merkt sie, dass etwas nicht stimmt. Im Gegensatz zu anderen normalen Menschen kann sie Dinge sehen, die sonst eben nur die griechischen Götter sehen. Denn Prometheus/Cayden ist nicht alleine da, die ganze Götterriege begleitet ihn: Zeus und Hera, die im Ferienlager Leiter bzw. Lehrer sind, Apoll, Athene, Hermes und alle anderen. Nicht gerade unauffällig, diese Namen, aber irgendwie wundert sich niemand darüber. Jess taucht in die Welt der Götter ein, erfährt mehr und mehr und ist zunehmend begeistert, da sie sich schon immer für die griechische Mythologie interessiert hat (mal ehrlich, wenn mir ein griechischer Gott begegnen würde, wüsste ich nicht gleich seine ganze Lebensgeschichte – Jess schon). Doch dann bricht ihr Cayden das Herz, als er mit ihrer besten Freundin schläft und Jess gerät auch noch in ernsthafte Gefahr, als Agrios auftaucht. Agrios ist eine etwas unklare Figur in der griechischen Mythologie. Angeblich ist er der Sohn von Zeus und Metis. Offiziell wurde er nie geboren, in dieser Roman-Reihe schon. Metis versteckte Agrios als Baby, bevor Zeus sie verschluckte (ja, die waren ganz schön brutal damals, die alten Griechen). Agrios musste alleine in einer Höhle aufwachsen und ist deshalb ziemlich sauer auf alle anderen. Jetzt kommt er, um die Macht an sich zu reißen.

GötterFunke – Hasse mich nicht

Im zweiten Teil denkt Jess dann eigentlich, sie hätte das ganze Theater hinter sich. Sie ist zurück in der Schule, versucht Cayden zu vergessen und ihre inzwischen-nicht-mehr-beste Freundin zu ignorieren, die ihr ständig unter die Nase reibt, dass Cayden lieber sie wollte. Wie genau das wirklich je Jess’ beste Freundin gewesen sein kann, ist mir absolut unklar. Sie ist ein echtes Miststück. Jess ist umso geschockter, als Cayden und mit ihm seine halbe Götter-Verwandtschaft in ihrer Schule auftauchen und wieder ihr Leben auf den Kopf stellen. Nicht nur die Situation zwischen Cayden und Jess spitzt sich immer mehr zu, auch der immer heftigere Kampf zwischen den Göttern, angetrieben von Agrios, fordert seinen Tribut – und Jess steckt mittendrin. Dieser Teil der Saga heißt GötterFunke – Hasse mich nicht und natürlich beherrscht dieses Thema das Buch sehr: Cayden versucht alles, damit Jess ihn nicht hasst. Doch sie weiß nicht, ob sie diese Verletzungen wirklich vergessen kann. Dann taucht ein Neuer in der Schule auf: Mateo. Er scheint großes Interesse an Jess zu haben. Aber sie auch an ihm? Und ist er wirklich so nett, wie er tut?

Das zweite Buch war, wie so oft, ein wenig ein Lückenfüller, hatte ich das Gefühl, aber ein wichtiger auf dem Weg zum dritten Teil der Reihe. Teil 2 endet mit einem gigantischen Kampf zwischen den Göttern, Jess und Cayden mittendrin. Obwohl Cayden durch Jess’ Zurückweisung schließlich doch noch menschlich bzw. sterblich wird, tut er alles, um sie zu beschützen und landet deshalb zu Beginn von Teil 3 schwer verletzt mit ihr am Strand vor ihrem Haus (wo sich eine Art Portal nach Mytikas, also in die Welt der griechischen Götter, befindet).

GötterFunke – Verlasse mich nicht

Und hier startet GötterFunke – Verlasse mich nicht. Jess hält den stark blutenden Cayden in ihren Armen und weiß, dass er jetzt, in seiner sterblichen Gestalt, wirklich an seinen Verletzungen sterben kann. Im Krankenhaus versuchen die Ärzte – unter ihnen der Freund von Jess’ Mutter –  alles um ihn zu retten; doch es scheint, als käme jede Hilfe zu spät. Cayden stirbt (ich verrate euch das nur, weil es auf den allerersten Seiten passiert) und während Jess völlig verzweifelt ist und ihm quasi ihre Liebe gesteht, kommt Hades vorbei, der Gott des Todes. Hades ist in diesem Buch ein echt heißer Typ, der noch dazu ein weiches Herz hat. Er ist  gerührt von den beiden und lässt sich irgendwie überreden, Cayden noch eine Chance zu geben. Die Ärzte können sich dieses medizinische Wunder natürlich kaum erklären, aber Cayden bekommt eine zweite Chance – die er allerdings ohne Jess wahrnehmen muss. Die ist nämlich immer noch wütend auf ihn.

Jess hat nicht nur die ganze Sache mit Cayden und der Liebe am Hals, sondern auch noch eine Bürde, die ihr Athene mitgegeben hat: das Zepter des Zeus. Es ist eines der wichtigsten Symbole von Zeus‘ Macht und im Kampf gegen Agrios entscheidend für dessen Ausgang. Während alle Götter denken, es wäre verschwunden, hat Jess es in ihrem Schuppen versteckt, wo es niemand außer ihr sehen kann (eine Form von magischem Schutzschild). In Mytikas, der Heimat der Götter, herrscht derweil Krieg. Wer kann, flieht. Alle anderen sperrt Agrios ein. Die geflohenen Götter sammeln sich alle in Zeus’ Haus in Monterey, Jess’ Heimatort. Sie können nicht zurück nach Mytikas, es scheint, als wäre Jess die Einzige, der das noch gelingt. Und das macht sie ein wenig zum Spielball der Götter. Immer wieder lässt sie sich überreden, etwas für die Götter zu erledigen und sich damit in Gefahr zu bringen, immer wieder wird sie bedroht und verletzt. Jess ist mutig und manchmal meiner Meinung nach auch ein wenig leichtsinnig und leichtgläubig.

Als ihr Athene offenbart, dass es einen Verräter in Zeus’ Haus geben muss, warnt Jess Zeus, mit der Folge, dass niemand mehr dem Anderen vertraut. Auch sie selbst weiß nicht mehr, was sie denken soll, sieht in jedem und keinem den Verräter. Eine turbulente Zeit bricht an, die Jess doppelt fordert: einmal der Kampf, in den sie hineingezogen wird, und andererseits ihre verrückt spielende Gefühlswelt, bezogen auf Cayden.

Meine Meinung

Das Buch ist ein toller Abschluss für die Trilogie und es gibt keinen Moment der Langeweile, ein Ereignis jagt das Andere. Da es bei mir schon ein wenig her war, dass ich die anderen beiden Teile gelesen habe, ist es mir etwas schwer gefallen, rein zu kommen. Die vielen Namen sind ziemlich verwirrend und obwohl Marah Woolf eine Personenübersicht mitliefert, musste ich manchmal wirklich grübeln, welche Rolle die Personen in den ersten beiden Teilen hatten.

Ich fand das Buch wirklich spannend, wenn auch für meinen Geschmack ein wenig zu sehr auf den Kampf und zu wenig auf die Beziehung (oder eben nicht) zwischen Jess und Cayden eingegangen wird. Ich bin nun mal ein großer Fan von Liebesgeschichten. Ich mochte an dieser Geschichte sehr, dass Jess so eine starke Persönlichkeit ist und Cayden auch mal die kalte Schulter zeigt. Kann ich vollkommen nachvollziehen. Warum sie sich so für den Kampf der Götter einspannen ließ, weiß ich jedoch nicht. Ich finde, es hat nicht so ganz zu ihrer Persönlichkeit gepasst.

Während mich Teil 1 noch komplett überzeugt hat, waren Teil 2 und 3 meiner Meinung nach ein wenig schwächer. Trotzdem eine gelungene Geschichte, bei der man Einiges über die griechische Mythologie erfährt. Mich hat es motiviert, mich damit vielleicht noch mal näher zu beschäftigen, weil ich doch gerne wüsste, wie denn die hier beschriebenen Götter in anderen Geschichten dargestellt werden.

Die Geschichte um Jess und Cayden ist natürlich eine recht typische für die Young-Adult-Sparte mit einem umwerfend tollen Typen, der abwechselnd ein echter Charmeur und ein totaler Mistkerl ist und in den sich die Protagonistin verliebt. Höhe- und Tiefpunkte und am Ende vielleicht ein Happy End? Oder überrascht uns dieses Buch mit einem alternativen Ende? Jess weiß nämlich sehr lange nicht, wie sie sich entscheiden soll und ob sie Cayden noch eine Chance geben soll. Lest doch selbst und erzählt mir, wie ihr das Buch bzw. die Reihe findet!

 

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Category:Fantasy, Young Adult

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