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Rezension Die Märchen der Brüder Grimm herausgegeben von Noel Daniel

Titel: Die Märchen der Brüder Grimm

Herausgeberin: Noel Daniel

Verlag: Taschen

ISBN: 978-3-8365-2672-2

Seitenzahl: 320

Erscheinungsjahr: 2011

Preis: 30,00 €


Kurzbeschreibung Die Märchen der Brüder Grimm herausgegeben von Noel Daniel

Es war einmal… so fangen sie an, die meisten Märchen und Weihnachtszeit ist Märchenzeit, zumindest wenn man das Fernsehprogramm an den Feiertagen verfolgt. Der Film “Drei Haselnüsse für Aschenbrödel” aus den siebziger Jahren entlockt mir jedes Mal ein verzücktes “Oh”, wenn ich beim Zappen daran hängen bleibe. Obwohl Märchen für Kinder sind, aus einer längst vergangenen Zeit kommen und immer mit dem erhobenen Zeigefinger daherkommen, werden sie für mich wohl niemals ihren Zauber verlieren.

Als Ava vor ein paar Wochen zu ihrem ersten Geburtstag von lieben Verwandten ein wunderschön gestaltetes Märchenbuch geschenkt bekommen hat, war meine Freude entsprechend groß. Sie ist für die Geschichten im Moment noch zu jung, aber ich habe mir das Buch gleich geschnappt und ausgiebig darin geblättert. Wo mein eigenes Märchenbuch aus Kindheitstagen abgeblieben ist, weiß ich leider nicht aber es war bei weitem nicht so schön wie Avas.

Bücher Rezension Die Märchen der Brüder Grimm herausgegeben von Noel Daniel

Das Buch enthält die Märchen der Brüder Grimm, also die hierzulande wohl geläufigsten Märchen. Das Wort „Märchen“ stammt vom mittelhochdeutschen „Maere“ und bedeutet soviel, wie Kunde oder Bericht. Bevor es sie in Buchform gab, wurden Märchen mündlich überliefert. Im Gegensatz zu Sagen und Legenden sind Märchen frei erfunden. In jedem Märchen kommen Fabelwesen, wie Drachen, Feen, Riesen, Zwerge und jede Menge Zauberei vor, was wohl der Grund dafür ist, warum ich sie so gerne mag. Das Erzählen von Märchen hält die Kommission der UNESCO sogar für so schützenswert, dass es seit ein paar Jahren zum immateriellen Kulturerbe zählt.

Dabei sind Märchen, wie ich finde, eigentlich ziemlich einfach gestrickte Geschichten, denn es gibt oft von Beginn an erkennbar gute und böse Figuren und ihre übernatürlichen Helfer. Märchen gehen auch immer gut aus, die Bösen werden bestraft und die Guten belohnt. Und die Moral von der Geschichte ist meist, dass man sich höflich, bescheiden, hilfsbereit, strebsam und und und verhalten soll – wie ein guter Mensch eben. Im Grunde genommen sind Märchen also vorhersehbar und obendrein noch ziemlich belehrend und trotzdem begeistern sie Menschen auf der ganzen Welt, schon irgendwie erstaunlich.


Rezension Die Märchen der Brüder Grimm herausgegeben von  Noel Daniel

Bücher Rezension Die Märchen der Brüder Grimm herausgegeben von Noel Daniel

Eigentlich ist dies keine Rezension im eigentlichen Sinne, denn ich bewerte ja nicht die Geschichten, die in dem Buch stehen, sondern eher die Aufmachung des Buches. Das Märchenbuch mit den Märchen der Brüder Grimm, welches Ava geschenkt bekommen hat, ist eine besonders schöne Ausgabe in Leinen gebunden mit goldener Schrift. Herausgeberin Noel Daniel gibt in der Einleitung einen kurzen Überblick über die Geschichte der Märchen und ihre Bedeutung. Das Buch umfasst siebenundzwanzig Märchen in der grimmschen Originalfassung von 1857, darunter sowohl bekannte als auch eher unbekannte. Vor jedem Märchen steht ein Text mit Wissenswertem über die jeweilige Geschichte.

Was an diesem Buch besonders heraussticht, sind die Bilder, mit denen es illustriert ist. Zu jedem Märchen haben die Macher des Buches Bilder aus alten Holzstichen, Lithografien, Zeichnungen, Aquarellen und Ölgemälden aus unterschiedlichen Jahrhunderten zusammengetragen. So ist jedes Märchen mit stilistisch unterschiedlichen Bildern versehen. Durch das gesamt Buch hindurch ziehen sich zahlreiche Scherenschnitte, teils aus Archiven und Bibliotheken und teils neu angefertigte. Die Scherenschnitte finden sich in schwarz, als Bebilderung der Geschichten und in weiß auf goldenem Grund, als Anfang eines neuen Märchens. Am Ende des Buches befinden sich zudem die Biografien aller Künstler, deren Bilder sich in dem Buch befinden.

Es soll ja Menschen geben, die Märchen für Kinder nicht mehr zeitgemäß und zu grausam halten, aber ich bin der Meinung, dass jedes Kind ein Märchenbuch besitzen sollte. Besonders hierzulande gehören Märchen zum Kulturgut und ich habe in meinem Leben noch niemanden getroffen, der hier aufgewachsen ist und kein einziges Märchen kennt. Und wenn sie nicht gestorben sind… dann werden Märchen hoffentlich noch von vielen Generationen von Kindern gelesen.

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2 Comments

  • 30. Dezember 2018 at 9:29

    Eine sehr schöne Buchvorstellung! Ich mag Märchenbücher auch so gern. Dieses hier scheint eine besonders hübsche Ausgabe zu sein.

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    • 2. Januar 2019 at 15:58
      sophie

      Vielen Dank.

      Ja da hast du Recht, es ist wirklich eine sehr schöne Ausgabe. Da die Texte von 1857 sind und auch die verwendeten Bilder von unterschiedlichen Künstlern aus der ganzen Welt kommen, ist dieses Buch auch schön für erwachsene Märchenfreunde.

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