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Rezension Die Australierin von Ulrike Renk

Titel: Die Australierin

Autorin: Ulrike Renk

Verlag: Aufbau Taschenbuch

ISBN: 9783746630021

Seitenzahl:  544

Erscheinungsdatum: 9. Dezember 2013 (6. Auflage)

Preis: 12,99 €


Kurzbeschreibung Die Australierin von Ulrike Renk

Hamburg, 19. Jahrhundert: Emilia kommt aus gutem Hause. Als sie sich in den Kapitän Carl verliebt, ist ihre Familie entsetzt. Doch Emilia widersetzt sich allen Konventionen und sticht mit ihrem Carl in See. Auf das, was sie dort erwartet, ist sie jedoch nicht gefasst. Mutig stellt sie sich den widrigen Umständen und beweist, dass auch eine Frau an Bord eines Schiffes gut zurechtkommt. Von Südamerika verschlägt es die beiden nach Australien….


Rezension Die Australierin von Ulrike Renk

Die Geschichte beginnt mit Emilias Kindheit. Ihr Leben etwas außerhalb von Hamburg wird beschrieben. Sie lebt dort mit ihren Eltern und Angestellten. Ihre Mutter hatte nach Emilia mehrere Fehlgeburten, doch jetzt kommt endlich ein kleiner Bruder zur Welt. Die kleine Emilia ist ein aufgewecktes Kind mit gutem Herzen. Nach einem großen Brand in Hamburg ziehen auch noch der Bruder ihres Vaters und dessen Frau bei ihnen ein. Sie sind etwas speziell und legen viel Wert auf ihre gute und reiche Herkunft, während Emilia auch gerne mal mit der Magd in der Küche isst.

Doch dann kommt die böse Überraschung: Emilias Eltern beschließen, wegen der Handelsgeschäfte mit dem kleinen Bruder nach England auszuwandern – und Emilia bei Tante und Onkel in Hamburg zu lassen. Sie versteht die Welt nicht mehr, fügt sich aber brav.

Es folgt ein großer Schnitt. Emilia ist inzwischen eine junge Frau. Ihre Eltern sind immer noch in England und der Kontakt beschränkt sich auf ein paar Briefe. Ihre Tante und ihr Onkel haben inzwischen zwei eigene Kinder, die Emilia sehr gerne mag. Sie selbst wird gerade in die Gesellschaft eingeführt und es wird darauf spekuliert, dass Emilia einen jungen Mann aus gutem Hause heiraten wird. Doch eines Tages steht Carl vor ihr. Ganz anders als die anderen, nicht so blasiert und dünkelhaft, sondern intelligent, lustig, sympathisch. Doch er ist “nur” Kapitän und entspricht so gar nicht den Vorstellungen der Familie. Trotzdem schreiben die beiden sich, während Carl auf See ist … und verlieben sich.

Nach langen Monaten des Schreibens und gelegentlichen Treffen hält Carl um Emilias Hand an. Ihre Tante und ihr Onkel sind entsetzt, woraufhin die beiden durchbrennen. Emilia begleitet ihren frisch angetrauten Ehemann auf sein Schiff und sie machen sich auf den Weg nach Südamerika. Ein spannendes Abenteuer beginnt!

Meine Meinung

Zuerst: Ich weiß, dass dies der Beginn einer Trilogie ist. Der Titel weist deshalb mehr auf die folgenden Bücher hin, denn ehrlich gesagt hat er mich ziemlich enttäuscht. Ich wollte das Buch vor allem wegen des Australien-Themas lesen und dieses kommt gerade mal im letzten Viertel des Buchs vor. Trotzdem habe ich diese Geschichte sehr gerne gelesen. Ich mag historische Romane generell. Dieser war gut zu lesen, hatte eine schöne und interessante Geschichte, ist aber natürlich keine hohe Literatur. Aber sowas muss auch mal sein (besonders wenn man direkt davor einen harten Thriller gelesen hat). Die Zeitsprünge im Buch sind manchmal ziemlich krass, aber es macht natürlich Sinn, sonst wäre das Buch viel zu lang und auch zu langwierig. Die Darstellung der historischen Umstände ist gut gelungen. Durch die gute Herkunft von Emilia ist es aber auch ein wenig eine verklärte Darstellung. Richtig große Probleme kommen eher selten vor. Auch sonst ist alles ein bisschen heile Welt. Als Emilia beispielsweise dann mit Carl auf seinem Schiff ist, sind die anderen Besatzungsmitglieder natürlich skeptisch, aber nach ein paar Wochen sind alle beste Freunde und die Männer betonen, wie viel Wärme Emilia dem Schiff gibt. Das klingt mir doch ein wenig nach Friede, Freude, Eierkuchen.

Ich freue mich darauf, irgendwann noch die anderen beiden Teile der Reihe sowie die anderen Bücher von Ulrike Renke zu lesen.


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Dieses Buch wurde mir von der Bücherinsel in Durmersheim, kostenlos zur Verfügung gestellt. Für das Verfassen der Rezension wurde ich nicht bezahlt.

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Category:Allgemein, Roman

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