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Rezension Der Junge aus dem Wald von Harlan Coben

Titel: Der Junge aus dem Wald

Autor: Harlan Coben

Verlag: Goldmann

ISBN: 9783442206155

Seiten:  464

Erscheinungsdatum: 24. August 2020

Preis: 15,00 €


Kurzbeschreibung Der Junge aus dem Wald von Harlan Coben

Ein geheimnisvoller Junge, der allein im Wald gefunden wird. Ohne Erinnerung und scheinbar ohne Herkunft. Viele Jahre später ist er ein außergewöhnlicher Privatdetektiv, genannt Wilde, und soll die berühmte Anwältin Hester Crimstein – Coben-Lesern wohl bekannt – dabei unterstützen, eine vermisste Klassenkameradin von Hesters Enkel Matthew zu finden. Doch steckt dahinter wirklich ein Vermisstenfall? Der Vater des Mädchens leugnet dies, doch Wildes und Hesters Neugier ist geweckt. Was steckt dahinter? Offensichtlich mehr als nur ein vermisstes Schulmädchen….


Rezension Der Junge aus dem Wald von Harlan Coben

Und wieder einmal kam ich nicht an einem neuen Buch von Harlan Coben vorbei. Ihr werdet schon gemerkt haben, dass er einer meiner absoluten Lieblingsautoren ist und dieses Buch hat mich mal wieder daran erinnert, warum.

Coben schreibt sowohl Reihen – die über Myron und Mickey Bolitar – sowie eigenständige Bücher, die allerdings immer in einem ähnlichen Umfeld spielen und deren Protagonisten und Nebendarsteller immer mal wieder in den verschiedenen Geschichten auftauchen.

Dieses Buch spielt zur selben Zeit wie das bereits vorgestellte “Suche mich nicht” und eine der Personen, um die es geht, ist Hester Crimstein, eben jene Staranwältin, die in “Suche mich nicht” Simon vertritt. 

Aber von vorne: der Beginn des Buchs hat es in sich. Ein kleiner Junge wird im Wald aufgegriffen und scheint dort ganz alleine gelebt zu haben. Niemand weiß, seit wann. Und niemand weiß, woher er kommt. Keine Vermisstenmeldung, keine Suche. Der Junge weiß nicht, wie er heißt und wer seine Eltern sind. Er kann sich an nichts erinnern. Überlebt hat er bis dahin mit dem, was er im Wald gefunden hat und kleinen Diebstählen aus den umliegenden Häusern. Nie genug, um aufzufallen. Er kommt in die Obhut einer Pflegefamilie und wird Jahre später, als Erwachsener, zu einem sehr guten Privatdetektiv. Er nennt sich Wilde und wohnt auch weiterhin zurückgezogen im Wald, allerdings mit modernster Technik und sehr guten Verbindungen.

Hester Crimstein, die gerade mitten im Fall um Simon und dessen Angriff auf einen Obdachlosen steckt, wird von ihrem Enkel Matthew um Hilfe gebeten. Er macht sich Sorgen um seine Klassenkameradin Naomi, die seit Tagen nicht in die Schule gekommen ist. Obwohl Hester das erst nicht ernst nimmt und nur Matthew zuliebe nachhakt, wird sie schnell hellhörig, als sie erfährt, dass das Mädchen in der Schule heftig gemobbt wurde, der Vater Alkoholiker und die Mutter im Leben des Mädchens eigentlich nicht vorhanden ist. Sie bittet Wilde um Hilfe, sich der Sache anzunehmen. 

Aber natürlich geht es hier nicht nur um einen einfachen Vermisstenfall eines Schulmädchens, sondern es steckt deutlich mehr dahinter: ein großer politischer Skandal. Hester lässt ihre gesamte Macht einfließen und Wilde all seine ausgefeilten Kenntnisse und Techniken. Gemeinsam gehen sie der Sache auf den Grund.

Die Story des Buchs fühlt sich im ersten Moment nach einer Mischung an – aus Erwachsenenlektüre mit viel Drama, Politik, Skandalen und einem Jugenddrama, mit Mobbing, Parties, Schule – und ist von daher sehr interessant. Wilde spielt dabei noch eine Sonderrolle und neben dem eigentlichen Fall erfährt man Einiges über sein Leben und seine Suche nach der Vergangenheit, von der er nicht sicher weiß, ob er wirklich etwas darüber erfahren will. Es bleiben am Ende des Buchs einige lose Fäden, so dass ich mir sehr sicher bin, dass wir von Wilde noch öfter hören werden – worauf ich mich schon sehr freue.

Hester Crimstein kam schon in diversen Cobens zu Wort, mal mehr, mal weniger, und ich finde es sehr spannend, mehr über diese interessante Frau zu erfahren, die jetzt, mit Anfang 70 und verwitwet, nochmal einen Neuanfang in Sachen Beziehung überlegt zu wagen und die als Anwältin so unheimlich tough und intelligent ist. Es ist immer wieder faszinierend, über diese kleine “Coben-Welt” zu lesen und in sie einzutauchen.

Meisterhaft versteht es Harlan Coben auch in diesem Thriller wieder, den Leser zu fesseln. Verschiedene Perspektiven und Handlungsstränge, immer wieder kleine Teaser, so dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Während ich “In deinem Namen” etwas weit hergeholt fand, hat mich diese Lektüre wieder sehr überzeugt und ich kann sie nur jedem wärmstens ans Herz legen.


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Category:Allgemein

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