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Rezension Das 14. Verbrechen von James Patterson

Titel: Das 14. Verbrechen

Autorin: James Patterson, Maxine Paetro

Verlag: Limes

ISBN: 978-3-8090-2700-3

Seitenzahl:  384

Erscheinungsdatum: 23. Juli 2018

Preis: 15,00 €


Kurzbeschreibung Das 14. Verbrechen von James Patterson

James Pattersons Erfolgsreihe des “Women’s Murder Club” geht weiter: Dieses Mal ermitteln Lindsay Boxer und ihre Freundinnen gegen eine Gruppe von Kriminellen, die in Jacken des San Francisco Police Department und gruseligen Gummimasken ihre Verbrechen begehen. Sind es tatsächlich Polizisten, die so brutal vorgehen, Kollegen aus den eigenen Reihen? Oder tun sie nur so?


Rezension Das 14. Verbrechen von James Patterson

Den “Club der Ermittlerinnen” oder auch “Women’s Murder Club” lese ich seit Folge 1 und trotz der rein weiblichen Hauptpersonen bin nicht nur ich großer Fan der vier Freundinnen  sondern auch mein Mann liest sie begeistert und wir waren gespannt auf den 14. Teil der Reihe.

Über die Jahre hat man sie lieb gewonnen: Detective Lindsay, eine taffe Ermittlerin, die sich hoch gearbeitet und inzwischen eine Menge Polizisten unter sich hat und erfolgreich ihre Fälle löst. Gerichtsmedizinerin Claire, die das nötige Fachwissen hat, um auch die kompliziertesten Fälle mit aufzuklären und an deren Geburtstag in diesem Jahr eine Frau auf offener Straße erstochen wird; der Mörder entkommt. Lindsays Mann Joe ist es, dem auffällt, dass ähnliche Morde auch in den letzten Jahren, immer an Claires Geburtstag stattfanden – kann er die Mordserie aufklären? Gerichts- und Kriminalreporterin Cindy, die aus dem Fall, der die letzten Krimis dieser Reihe beherrscht hat, ein Buch gemacht hat und jetzt damit durch die USA tourt. Und Staatsanwältin Yuki, die nach einem dramatischen Erlebnis auf ihrer Hochzeitsreise beschließt, auf der anderen Seite stehen zu wollen und sich einem Opferhilfeverein anschließt. Ihr erster Fall bringt ausgerechnet das San Francisco Police Department als Gegenseite des Opfers mit sich – nicht die einfachste Situation, wenn dort der eigene Mann der Chef ist.

Die vier Freundinnen, die seit Jahren gemeinsam ermitteln – jede auf ihre Art – sind auch dieses Mal wieder ein unschlagbares Team, als es darum geht, ein besonders kniffliges Verbrechen aufzuklären: immer wieder kommt es zu Überfällen, teilweise werden dabei Menschen getötet, bei denen die Täter Jacken des San Francisco Police Department tragen und sich hinter unheimlichen Gummi-Masken verstecken. Obwohl keiner so recht daran glauben mag, wachsen die Zweifel im Kollegium der Polizei – sollten die Täter wirklich unter ihnen sein? Wem kann man vertrauen und wem nicht?

Lindsay tut ihr Bestes, aber immer weitere Überfälle und Morde finden statt und sie gerät zunehmend unter Druck. Aufgrund der prekären Lage sind die Kollegen jedoch nicht nur äußerst unwillig Lindsay zu unterstützen, sondern bringen ihr teilweise offene Feindseligkeit entgegen, weil sie es wagt, gegen Kollegen Verdachtsmomente zu hegen.

Auch zuhause gibt es Chaos, als ihrem Mann Joe ganz plötzlich gekündigt wird und er sich schwer tut, jetzt nur noch Hausmann und Vater zu sein, zu gerne ermittelt er als ehemaliger Vertreter des Heimatschutzministeriums selbst – was ihn am Ende in eine äußerst gefährliche Lage bringt.

Wie erwartet hat mich Das 14. Versprechen gefesselt und begeistert. Ich mag die Art, wie Patterson schreibt, unheimlich gerne und dass hier die Frauen im Fokus sind, macht die Bücher zu etwas Besonderem. Ich weiß nicht, ob der Fall alleine auch so toll ist, wenn man nicht wie ich die Protagonisten schon so lange kennt, aber so konnte ich es kaum erwarten, zu lesen wie es weiter geht.

Leider lag der Fokus in diesem Buch sehr stark auf Lindsay und Yuki; von Cindy hat man immerhin ein bisschen was gelesen, aber sie hat nicht zur Lösung der Fälle beigetragen und von Claire hat man so gut wie gar nichts gehört. Das fand ich sehr schade, weil es für mich immer den Reiz ausgemacht hat, wie die vier zusammen arbeiten. Auch der Fakt, dass Lindsay sich eigentlich kaum um ihre kleine, noch nicht mal ein Jahr alte Tochter kümmert, sondern alles ihrem “perfekten” Ehemann Joe überlässt, fand ich störend. Mir ist klar, dass es in den meisten Fällen andersrum ist und die Männer Karriere machen, während die Frauen sich zuhause um Kind und Haus kümmern, aber auch das fände ich nicht so gut. Obwohl James Patterson vermutlich genau dies zeigen wollte und hier ein wenig die Rollen zwischen Männern und Frauen tauscht, finde ich das ein falsches Beispiel für Emanzipation… was Joe und Lindsay dann immerhin auch noch auffällt.

Obwohl ich sonst kein großer Fan von amerikanischen Ermittler-Krimis bin, mag ich diese Reihe wirklich gerne und fühle mich im San Francisco Police Department bei Lindsay sehr wohl. Sie ist eine starke Frau mit viel Köpfchen und Durchsetzungsvermögen und so eine tolle Clique um sich zu haben, ist wirklich beneidenswert. Ich bin gespannt, wie es im nächsten Teil weiter geht, denn eins ist klar: die Geschichte ist hier nicht zu Ende!


Dieses Buch wurde mir von meiner Lieblingsbuchhandlung, der Bücherinsel in Durmersheim, kostenlos zur Verfügung gestellt. Für das Verfassen der Rezension wurde ich nicht bezahlt.

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Category:Krimi

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