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Blogparade Literarische Weltreise Südamerika

Die Blogparade zur Literarischen Weltreise von Hundertmorgenwald reisen wir weiter. Nachdem wir in Europa begonnen haben, von dort über Afrika und Asien nach Australien gereist sind, machen wir jetzt einen großen Sprung über den Pazifischen Ozean und landen mit der Literarischen Weltreise in Südamerika. Da wir beide noch nie dort waren und auch nicht sehr viele Bücher aus den südamerikanischen Ländern gelesen haben, wurde es hier ein wenig schwierig, euch eine ausführliche Liste von Literatur zusammenzustellen. Wir haben uns aber bemüht, unsere Familien und Freunde zu Rate gezogen und es sind doch einige Titel zusammengekommen. Lest selbst!


Lest hier die bisherigen Teile der Literarischen Weltreise:
Teil 1: Literarische Weltreise Europa
Teil 2: Literarische Weltreise Afrika

Teil 3: Literarische Weltreise Asien

Teil 4: Literarische Weltreise Australien / Neuseeland


Literarische Weltreise Teil 5: Südamerika

Peru

Sarah: James Rollins wurde mir von meinem Mann zum Thema Südamerika empfohlen. Eines seiner Bücher, das zuhause in unserem Bücherregal steht, ist „Das Blut des Teufels„. Darin geht es um Professor Henry Conklin, der in den peruanischen Anden einen beeindruckenden Fund gemacht hat: eine Mumie. Er hofft, damit eine Kultur nachweisen zu können, die dort noch vor den Inka gesiedelt hat. Die Enttäuschung ist groß, als er feststellt, dass es sich dabei „nur“ um die Mumie eines spanischen Priesters handelt. Doch der Schädel der Mumie ist mit flüssigem Gold gefüllt und Professor Conklin steht vor einem großen Rätsel.

Gleichzeitig findet der junge Archäologe Sam, der zufällig Professor Conklins Neffe ist, eine Schatzkammer der Inka. Darin befinden sich riesige Mengen von Schätzen und Reichtümern. Doch nicht nur das, sondern auch eine tödliche Falle. Wie kann er sich daraus befreien? Und wie hängen diese beiden Fälle zusammen?

Ein spannender Science Fiction-Thriller, den mein Mann kaum aus der Hand legen konnte und der einen in die aufregende Welt der Archäologie, der Inka und der peruanischen Kultur entführt.

Das Blut des Teufels von James Rollins, 2003, Ullstein

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Sarah: Bei meinen Eltern im Bücherregal habe ich noch diesen Roman gefunden, den meine Mutter ganz toll fand: „Die Frau des Kartographen„. Isabel, die schon mit 14 Jahren und gegen den Willen ihres Vaters Jean heiratet, einen französischen Kartographen, macht sich Mitte des 18. Jahrhunderts zu einer Expedition durch den Dschungel auf, um dort ihren seit 19 Jahren verschollenen Ehemann wieder zu finden. Ein toller Roman, der das Wissen um die Vermessung und Kartographie der Erde anschaulich und spannend erklärt, und gleichzeitig eine romantische Liebe schildert, die Isabel alle Hindernisse überwinden lässt, nur um ihren geliebten Jean wieder zu finden.

Besonders beeindruckt hat mich hier aber die Ausstattung des Buchs mit zahlreichen Abbildungen und Karten, die eben jene Kartografie veranschaulichen und das Buch zu mehr als nur einem normalen Roman machen.

Die Frau des Kartographen von Robert Whitaker, 2005, Blessing

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Brasilien

Sarah: In Brasilien spielt ein weiteres Buch von James Rollins: „Operation Amazonas„. Natürlich wieder aus der männlichen Hälfte unseres Bücherregals. Der Direktor der CIA bekommt einen überraschenden und verwirrenden Report vorgelegt: In einem brasilianischen Leichenschauhaus wurde die Leiche eines Mannes eingeliefert, der den Fotos nach eindeutig der CIA-Agent Gerald Clark ist. Er wurde in einem kleinen Dorf am Rande des brasilianischen Dschungels gefunden, schwer verletzt und mit herausgeschnittener Zunge. Aber nicht nur die mysteriösen Umstände unter denen Agent Clark gefunden wurde, geben der CIA ein Rätsel auf: Wo war Agent Clark die letzten 4 Jahre? Damals war er mit einem Expeditionsteam aufgebrochen, um unbekannte Heilmittel zu erforschen. Von einem auf den nächsten Tag war die Expedition verschollen und nie wieder aufgetaucht. Agent Clarks Leiche sieht vor allem ganz anders aus als erwartet. Während er beim Aufbruch zur Expedition nur einen Arm hatte, hat die Leichte eindeutig zwei. Dazu kommen zahllose Tätowierungen, die er beim Aufbruch noch nicht hatte. Was also ist passiert? Um dies zu klären, macht sich ein weiteres Expeditionsteam aus Wissenschaftlern und Elitekämpfern auf den Weg, um die restlichen Mitglieder der verschollenen Expedition zu retten. Doch sie bleiben nicht lange alleine…

Wieder ein packender Thriller von James Rollins mit einer tollen Einführung in die abenteuerliche Welt des Amazonas und die Geheimnisse des Dschungels!

Operation Amazonas von James Rollins, 2004, Ullstein

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Sarah: Gudrun Pausewang schreibt in ihrem Roman „Wie gewaltig kommt der Fluß daher“ von der Fahrt des Raddampfers „Patria“ auf dem Rio Pardo in Brasilien. Es geht um die Spannungen zwischen den Passagieren, besonders der unterschiedlichen Schichten, die dementsprechend auch auf unterschiedlichen Decks untergebracht sind. Schließlich eskaliert die Situation, als eine schwangere Magd zu Tode kommt und ein Kampf der Klassen heizt die Stimmung an Bord des Dampfers an und es kommt zu einer kleinen Revolution.

Gudrun Pausewang, eine der beeindruckendsten deutschen Autorinnen, wie ich finde, hat selbst viele Jahre an unterschiedlichen Orten in Südamerika gelebt und beschreibt eindrücklich die gesellschaftlichen Probleme auf dem Raddampfer in einer packenden Art und Weise, die einen mitreißt.

Wie gewaltig kommt der Fluß daher von Gudrun Pausewang, 1978

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Argentinien

Sarah: Jetzt gibt es noch eine echte Schnulze (beziehungsweise zwei, da es zwei Bände sind). „Dem Winde versprochen“ und „Dem Sturm entgegen“ von Florencia Bonelli sind Empfehlungen meiner besten Freundin, mit der ich die Leidenschaft für Bücher (besonders die romantischen) teile. Im ersten Teil beginnt die junge Irin Melody Anfang des 19. Jahrhunderts als Kinderfrau auf einem argentinischen Landgut zu arbeiten. Sie ist eine mutige junge Frau, die aus ihrer Heimat geflohen ist, um den Engländern zu entgehen und sich jetzt hier in Argentinien für die Rechte der Sklaven einsetzt. Doch noch kennt sie den Besitzer des Landgutes nicht, auf dem sie arbeitet: erst nach über einem Jahr ihrer Zeit in Argentinien kehrt der Engländer Roger Blackraven auf sein Landgut zurück. Und damit verändert sich alles. In Teil 2 wird die Geschichte der Beiden weiter erzählt und neue Geheimnisse und Gefahren bestimmen das Leben von Melody und Roger.

Diese Bücher sind ziemlich kitschig, aber einfach was fürs Herz und zum Abschalten genau das Richtige!

Dem Winde versprochen von Florencia Bonelli, 2009, Fischer

Dem Sturm entgegen von Florencia Bonelli, 2010, Fischer

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Chile

Sophie: Seit sich Lady Gaga vor ein paar Jahren mit einem Zitat-Tattoo als Rainer Maria Rilke Fan outete, hat sich sich unter jungen Leuten eine richtige Rilke-Fangemeinde entwickelt und ihm zu neuer Popularität verholfen. Der Rilke meiner Jugend war Pablo Neruda, ein chilenischer Dichter und Schriftsteller, der kurz vor seinem Tod 1971 den Nobelpreis für Literatur enthielt und sich Zeit seines Lebens gegen den Faschismus in Chile und Spanien einsetzte. Er bezeichnete sich selbst als „Allesfresser von Gefühlen, Menschenwesen, Büchern, Ereignissen und Schlachten“. Wir bewunderten damals sein politisches Engagement und seine Liebesgedichte waren Balsam für unsere pubertierenden Gemüter. Mein Gedichtband von Pablo Neruda enthielt ein Gedicht immer jeweils auf Deutsch und Spanisch, was dazu führte, dass ich unbedingt diese Sprache lernen wollte. Spanisch habe ich leider nie gelernt, aber die wundervollen Gedichte von Pablo Neruda, lese ich bis heute hin und wieder und bis heute finde ich Nerudas Lyrik wunderschön und reich an Gefühlen.

Liebesgedichte Spanisch/Deutsch von Pablo Neruda, Sammlung Luchterhand

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Kolumbien

Sophie: Der Roman Hundert Jahre Einsamkeit von Gabriel García Márquez, ist mal wieder eins von den Büchern, die seit geraumer Zeit auf meiner Leseliste stehen. Es ist keineswegs neu, die Erstveröffentlichung des Buches liegt bereits etliche Jahre zurück – sie war am 5. Juni 1967. Doch bis heute wird das Buch immer wieder neu aufgelegt und wurde bereits in 37 Sprachen übersetzt. Letztes Jahr wurde Hundert Jahre Einsamkeit sogar in einer kompletten deutschen Neuübersetzung veröffentlicht, die um Einiges besser sein soll als die alte Fassung. Die Geschichte handelt von sechs Generationen einer Familie, die in dem fiktiven Dorf Macondo lebt. Dieser Ort soll sehr stark an Kolumbien angelehnt sein, das Heimatland des Autors. Márquez‘ Roman zählt heute zu den bedeutendsten Werken lateinamerikanischer Literatur und ist auch in der restlichen Welt ein wichtiges Werk der Gegenwartsliteratur. Zugegeben sind das für mich ebenfalls Gründe dieses Buch zu lesen, aber besonders die Familiengeschichte reizt mich. Wenn ich endlich mal geschafft habe es zu lesen, erfahrt ihr auf unserem Blog, wie es mir gefallen hat.

Hundert Jahre Einsamkeit von Gabriel García Márquez, 2017, Kiepenheuer & Witsch Verlag


Danke an René für dieses tolle Foto aus Chile!

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Category:Allgemein

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